Kanadische Robbenjagd abgesagt

Kanadische Robbenjagd abgesagt
Weil es keinen Markt mehr für die Pelze gibt, hat eine Gruppe kanadischer Jäger die Robbenjagd in diesem Jahr abgesagt.

Am Kap Breton werden normalerweise jährlich hunderte Jungrobben geschlachtet, um an ihre Pelze zu kommen. In diesem Jahr werde die Jagd ausfallen, teilte der Sprecher der Gruppe, Robert Courtney, mit. Es habe zwar einen potenziellen Käufer gegeben, aber die Frist zum Ausfüllen der notwendigen Papiere und Genehmigungen sei zu kurz gewesen, sagte Courtney der "Cape Breton Post". Neben der EU, Russland und den USA haben auch weitere Staaten die Einfuhr von Robbenprodukten in den vergangenen Jahren verboten, darunter Taiwan. Der Inselstaat war bis zum Januar nach Angaben der "Post" der viertgrößte Markt weltweit für Produkte aus Meeressäugern wie Robben.

"Es ist klar, dass der internationale Markt verschwindet", freute sich Rebecca Aldworth, Sprecherin der "Humane Society International" in Kanada. Die Robbenfänger beklagten den politischen Gegenwind: Es gebe einen Markt, aber die Politik verhindere, dass die Produkte dorthin kämen, wo die Nachfrage sei, zitierte die "Cape Breton Post" den Sprecher der Robbenfänger Robert Courtney.

Meldungen

Top Meldung
Die Fust-Schöffer-Bibel von 1462 wird versteigert.
Eine Bibel, die 1462 in der berühmten Gutenberg-Presse gedruckt wurde, kommt in Hamburg bei einer Auktion unter den Hammer. Geschätzter Preis: 1 Million Euro.