Katholische Jugend: Priesterweihe für Frauen darf kein Tabu sein

Katholische Jugend: Priesterweihe für Frauen darf kein Tabu sein
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert von den Bischöfen ein Umdenken bei der Zulassung zu Weiheämtern wie dem Priesteramt. Auch Frauen fühlten sich zum Weiheamt berufen und würden sich schon jetzt seelsorglich und pastoral unverzichtbar ins Gemeindeleben einbringen, erklärte der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler am Donnerstag in Düsseldorf. Das Thema dürfe kein Tabu mehr sein.

Der BDKJ begrüßte, dass sich die Bischöfe bei ihrer Vollversammlung in Trier mit der Rolle der Frau in der Kirche beschäftigt haben. Am Mittwoch hatten sich die Bischöfe darauf geeinigt, den Frauenanteil in den Führungspositionen zu erhöhen, die keine Weihe voraussetzen. Kardinal Walter Kasper hatte zudem die Einführung eines neuen Diakonats für Frauen für karitative, diakonische und Gemeindeaufgaben vorgeschlagen, eine Ordination von Frauen aber ausgeschlossen.

Die Stellung der Frau in der katholischen Kirche sei eine entscheidende Zukunftsfrage, betonte Tänzler: "In nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen sind in den letzten Jahrzehnten in Fragen der Gleichberechtigung von Frauen und Männern wesentliche Schritte gegangen worden." Diese Entwicklung dürfe an der Kirche nicht vorbeigehen.

Der BDKJ ist Dachverband von 16 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

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