Kirchen kritisieren gestiegenen Rüstungsexport in Krisenländer

Kirchen kritisieren gestiegenen Rüstungsexport in Krisenländer
Menschenrechtsverletzungen sind für Deutschland kein Hindernis, Waffen in Krisenländer zu liefern. Die Kirchen kritisieren dies in ihrem Rüstungsexportbericht.

Die beiden großen Kirchen haben den Rüstungsexport Deutschlands in deutlich mehr Krisenländer kritisiert. Die Zahl der Käuferstaaten mit bedenklicher Menschenrechtslage sei zuletzt innerhalb eines Jahres von 48 auf 64 angestiegen, teilte die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) am Montag in Berlin mit.

"Es ist ein gefährlicher Trugschluss zu glauben, dass Lieferungen von Waffen oder Kriegsgerät zur Stabilisierung beitragen könnten", kommentierte der evangelische GKKE-Vorsitzende Prälat Bernhard Felmberg die Entwicklung. Sein katholischer Amtskollege Prälat Karl Jüsten kritisierte, dass 2011 mit 42 Prozent fast die Hälfte aller Ausfuhrgenehmigungen auf Staaten außerhalb von NATO und EU entfielen: "Aus der Ausnahme scheint eine Regel geworden zu sein", sagte Jüsten.

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