Diakonie verpflichtet sich zu mehr Schutz vor Missbrauch

Diakonie verpflichtet sich zu mehr Schutz vor Missbrauch
Die Diakonie hat sich dazu verpflichtet, mehr für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch zu tun.

Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier und Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand, unterzeichneten am Mittwoch in Berlin eine entsprechende Vereinbarung mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Missbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, wie der evangelische Wohlfahrtsverband am Donnerstag mitteilte.

Darin verpflichtet sich die Diakonie unter anderem, Schutzkonzepte nach den Leitlinien des Runden Tisches zum Kindesmissbrauch zu Prävention, Intervention und Aufarbeitung weiter zu entwickeln und zu verbessern. "Wir wollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche in unseren Kindertageseinrichtungen, in der Erziehungs- und Behindertenhilfe, in unseren Angeboten an Schulen und in der Freizeit, in Kliniken und sonstigen betreuten Wohnformen umfassend geschützt und tatbegünstigende Strukturen verringert werden", sagte Loheide.

Der Runde Tisch war eingerichtet worden, nachdem zahlreiche Fälle von Missbrauch vor allem in katholischen Institutionen bekannt wurden. Die als Empfehlung von dem Gremium entwickelten Leitlinien für Einrichtungen sehen unter anderem vor, Strukturen zur Vorbeugung von Missbrauch zu schaffen, etwa ein geregeltes Beschwerdeverfahren, einen Managementplan für Verdachtsfälle und Fortbildungen für Mitarbeiter.

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