Käßmann plädiert für eine "Ethik des Genug"

Käßmann plädiert für eine "Ethik des Genug"
Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat zu einem Umdenken beim Wirtschaftswachstum aufgerufen.

"Wachstum an sich ist kein Wert, es geht vielmehr um die Frage, wie wir wachsen wollen", sagte die Theologin am Mittwoch bei einem Gottesdienst zum Thema "Anders wachsen" in Leipzig. Gleichzeitig plädierte sie für eine "Ethik des Genug". Jeder Einzelne könne dazu beitragen, etwa durch die Wahl seiner Geldanlage oder in dem er sein Auto abschaffe. 

Am Thementag "Anders wachsen - Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum" werden neben Gottesdiensten auch eine Podiumsdiskussion und Workshops angeboten. Der Tag steht unter der Schirmherrschaft der evangelischen Landeskirche Sachsens. Veranstalter ist der Initiativkreis "anders wachsen".

2500 Unterschriften an Jochen Bohl

Die christliche Initiative hatte sich im März 2011 in Leipzig gegründet. Einer der ersten Erfolge war die Resolution "Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum", die wenige Monate später auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden eingebracht wurde.

Mittlerweile haben nach Angaben der Initiatoren etwa 2500 Menschen die Resolution unterzeichnet. Am ersten Advent sollen die gesammelten Unterschriften an den sächsischen Landesbischof Jochen Bohl übergeben werden. Zu den Unterstützern der Aktion gehören neben Käßmann auch Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) sowie Bischöfe und leitende Geistliche aus sechs evangelischen Landeskirchen.

 

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