Kolumbiens Guerilla kündigt Waffenstillstand an

Kolumbiens Guerilla kündigt Waffenstillstand an
Die FARC-Guerilla hat zum Auftakt der Verhandlungen mit der kolumbianischen Regierung eine einseitige Waffenruhe verkündet.

Wie der Chefunterhändler der Rebellen, Luciano Marín Arango, alias Ivan Márquez, am Montag in Havanna erklärte, gilt die Waffenruhe ab Dienstag für zwei Monate. Dadurch solle ein besseres Verhandlungsklima geschaffen werden. In der Hauptstadt Kubas begannen Vertreter von FARC und Regierung am Montag die inhaltlichen Verhandlungen für ein Abkommen, um den beinahe 50 Jahre andauernden Konflikt zu beenden.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hatte bereits vergangene Woche einen Waffenstillstand abgelehnt. Er betonte, die Armee-Einsätze gegen die älteste Guerilla Lateinamerikas auch während der Verhandlungen fortzuführen. Die Regierung strebe nicht vorübergehende humanitäre Maßnahmen an, sondern ein definitives Ende des Guerillakrieges, sagte Santos zur Begründung.

Für die seit Monaten vorbereiteten Friedensverhandlungen in Kuba einigten sich Unterhändler beider Seiten auf fünf Themen, darunter die ungleiche Landverteilung in Kolumbien, die vor rund 40 Jahren den Anstoß zur Gründung der Guerilla gegeben hatte. Die derzeitige Runde soll neun Tage dauern und mit der Landfrage beginnen.

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