EKD-Ratsvorsitzender gegen Betreuungsgeld

EKD-Ratsvorsitzender gegen Betreuungsgeld
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat sich gegen das geplante Betreuungsgeld ausgesprochen.

Die Mittel sollten eher in den Ausbau von Krippen-Plätzen fließen als in die Unterstützung von Eltern, die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen, sagte er am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Berlin: "Erst die Struktur, bevor es zu Einzelnen geht." Die Entscheidung zwischen Kita-Förderung und Betreuungsgeld sei trotzdem eine "blöde Entscheidung", ergänzte der Theologe.

Da die Verhältnisse aber "im Moment so sind, wie sie sind", müsse ein Schwerpunkt gesetzt werden, sagte er mit Blick auf die wirtschaftliche Situation. Menschen, die beruflich sehr eingebunden seien, oder alleinerziehende Mütter und Väter benötigten dringend eine gesicherte Betreuung in einer Kita.

Das Betreuungsgeld soll nach den Plänen der Bundesregierung an Eltern ausgezahlt werden, die ihr Kleinkind nicht in eine öffentlich geförderte Kindertagesstätte schicken. Ab Mitte 2013 sollen sie zunächst 100 Euro für einjährige Kinder und ab 2014 dann 150 Euro im Monat für ihre ein- und zweijährigen Kinder bekommen.

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