UN-Menschenrechtsrat plant Sondersitzung zu Syrien

UN-Menschenrechtsrat plant Sondersitzung zu Syrien
Der UN-Menschenrechtsrat wird wegen des Massakers im syrischen Hula am Freitag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.

Die USA, Katar und die Türkei wollen eine Verurteilung der syrischen Regierung erreichen, wie Diplomaten am Mittwoch in Genf mitteilten. Unterdessen berichtete die UN-Beobachtermission von einer neuen Bluttat im Osten Syriens. Dort seien 13 Tote entdeckt worden. Sie seien mit auf dem Rücken gefesselten Händen erschossen worden.

Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Toten in Hula auf mindestens 108, die meisten Menschen seien durch regierungstreue Schabiha-Milizen erschossen worden. Unter den Ermordeten seien nach UN-Angaben viele Kinder unter zehn Jahren gewesen.

Verhaftet, verschleppt und gefoltert

Das Blutbad in der Nacht von Freitag auf Samstag hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat hatte in einer Erklärung Syriens Regierung für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Regierung in Damaskus weist jede Schuld von sich.

Der UN-Menschenrechtsrat, dem 47 Staaten angehören, verurteilte die Gewalt des Assad-Regimes gegen die eigene Bevölkerung bereits mehrfach. Präsident Baschar al-Assad versucht seit März 2011, einen Volksaufstand brutal zu ersticken. Nach UN-Schätzungen starben rund 10.000 Menschen, weitere Zehntausende Zivilisten wurden laut UN verhaftet, verschleppt und gefoltert.
 

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