Zeitung: Asyl-Neuzugänge auf niedrigstem Oktoberstand seit 2011

Zeitung: Asyl-Neuzugänge auf niedrigstem Oktoberstand seit 2011
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung war die Zahl der Asyl-Neuzugänge im Oktober auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2011.

Berlin (epd). Die Zahl der im Rahmen eines Asylverfahrens neu in Deutschland registrierten Menschen ist im Oktober wieder deutlich gesunken. Nach aktuellen Daten lag die Zahl der Asylerstanträge und Neuzugänge im vergangenen Monat bei 5.707 Personen, wie die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums berichtet. Das entspreche einem Rückgang von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (Oktober 2025: 8.823).

Im Vergleich zum Oktober 2024, als noch 19.785 Neuzugänge verzeichnet wurden, sei die Zahl sogar um knapp 70 Prozent gesunken. Damit sei der niedrigste Wert für einen Oktober seit dem Jahr 2011 registriert worden, als die Zahl bei 4.106 lag.

Dobrindt: Entwicklung dauerhaft sichern

Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte der „Bild“: „Wir drängen die illegale Migration erfolgreich zurück. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung dauerhaft zu sichern.“

Im Juni ist das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) in Kraft getreten. Die EU will Asylverfahren stärker vereinheitlichen, die Kontrolle der Außengrenzen verschärfen und Migration besser steuern. Zudem kontrolliert seit September 2024 die Bundespolizei an den Grenzen zu allen neun deutschen Nachbarländern. Eingeführt hatte das Dobrindts Vorgängerin Nancy Faeser (SPD). Die damit verbundene Zurückweisung Asylsuchender an den deutschen Grenzen stößt vielfach auf Kritik.