Köln (epd). Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ruft die Teilnehmer der für Samstag geplanten Jugendproteste dazu auf, friedlich zu bleiben. „Die Organisatoren haben sich und alle Teilnehmenden darauf verpflichtet, dass dort jede Form der Gewalt abgelehnt wird, es keine Provokation gegenüber der Polizei und auch keinen Platz für Extremismus geben wird“, sagte Wüst dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). „Mein Appell: Streitet für Eure Positionen, macht Eure Standpunkte klar - aber bleibt dabei friedlich und respektvoll gegenüber jedem.“
Zugleich äußerte der Ministerpräsident Verständnis für die Proteste: „Dass sich junge Menschen engagieren und für ihre Anliegen gemeinsam eintreten, steht für die Lebendigkeit unserer Demokratie.“ Es verstehe jeden, der „für gute Bildungschancen, ein bezahlbares Leben und eine faire Lastenverteilung zwischen den Generationen auf die Straße geht“.
Demonstrationen in mehr als 30 Städten
In mehr als 30 Städten bundesweit sollen am Samstag „Gen Z regelt“-Demonstrationen stattfinden. Der Protest richtet sich unter anderem gegen marode Schulen, steigende Lebenshaltungskosten und die derzeit ausgesetzte Wehrpflicht. Gefordert werden auch ein Schutz der Grundrechte gegen staatliche Überwachung, ein konsequenter Klimaschutz und eine gerechte Lastenverteilung zwischen den Generationen.




