Potsdam, Luckenwalde (epd). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am Donnerstag im brandenburgischen Luckenwalde das nach eigenen Angaben größte Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands eröffnet. Der DRK-Bevölkerungsschutz-Hub werde für die nationale Krisenvorsorge eine Schlüsselrolle einnehmen, teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag mit. Zur Eröffnungsfeier besuchten auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Einrichtung.
In dem Zentrum sollen Hilfsgüter für mögliche Katastrophen in Deutschland vorgehalten werden. Auf einer Fläche von rund 34.000 Quadratmetern vereine es ein modernes Logistikzentrum mit Fahrzeugen sowie einen Ausbildungsort des DRK, erklärte die Organisation. Mit einem mobilen Betreuungsmodul könnten in Krisensituationen kurzfristig bis zu 5.000 Menschen versorgt werden. Zudem werde ein modulares Feldkrankenhaus vorgehalten, das innerhalb von 72 Stunden in Katastrophen- oder Konfliktgebiete entsandt werden könne.
Deutschland hat Zivilschutz vernachlässigt
DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte am Donnerstag im RBB-Inforadio, in Luckenwalde lagere künftig eine „mobile Kleinstadt im Container“. Damit gehe das Zentrum in Vorleistung. Deutschland habe beim Zivilschutz abgebaut, sagte Gröhe. Das Zentrum sei „ein Angebot, dem Staat bei einer Kernaufgabe seines Tuns zu helfen“.
Ministerpräsident Woidke erklärte zur Inbetriebnahme der Einrichtung: „Von Brandenburg in die Welt: Künftig wird von Luckenwalde aus humanitäre Unterstützung auf den Weg gebracht.“ Damit setze das DRK ein starkes Zeichen für schnelle Einsatzbereitschaft.




