Berlin (epd). Ein Bündnis von Umweltverbänden hat am Mittwoch vor dem Bundestag gegen einen Abbau europäischer Naturschutzgesetze protestiert. Stellvertretend übergab Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger die Petition „Hands Off Nature“ in Form einer Hand aus Pappe an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hagedorn (SPD). Den Verbänden zufolge haben 1,25 Millionen Menschen aus ganz Europa den Appell unterzeichnet, der davor warnt, EU-Naturschutzstandards zu senken.
Appell an die Bundesregierung
Die EU-Kommission plant unter anderem im Rahmen der sogenannten Omnibus-Gesetzespakete, Auflagen im Umweltrecht zu vereinfachen. An Umweltzielen will sie eigenen Angaben zufolge aber festhalten.
Das Bündnis appellierte an die Bundesregierung, sich auf europäischer Ebene für eine starke und zukunftsfähige Natur- und Umweltschutzpolitik einsetzen. Über eine Million Menschen erwarteten, dass die Politik die natürlichen Lebensgrundlagen schütze, hieß es unter Verweis auf die Petition.
Starkes Zeichen für Naturschutzstandards
Nabu-Präsident Krüger sprach von einem starken Zeichen für Naturschutzstandards: „Die Bundesregierung muss diesem Kurs der blinden Deregulierung eine klare Absage erteilen“, erklärte er. Ohne intakte Natur gebe es weder Wohlstand noch eine zukunftsfähige Wirtschaft.
Die Petition wurde den Angaben nach von den Verbänden BirdLife Europe, ClientEarth, European Environmental Bureau und WWF EU initiiert und von einem breiten Bündnis unterstützt. Am 23. Oktober sei sie in Brüssel bereits an die EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall übergeben worden.




