Genf (epd). Knapp 3,5 Millionen Menschen leiden laut den UN in den Ebola-Gebieten der Demokratischen Republik Kongo unter Hunger. Fast alle Hungernden seien auf Hilfe von außen zum Überleben angewiesen, teilte das Welternährungsprogramm der UN am Freitag in Genf mit.
Die hochansteckende und oft tödlich verlaufende Infektionskrankheit Ebola habe sich inzwischen in acht Provinzen des Kongos ausgebreitet. Ebola beeinträchtige Märkte und die Bewegungsfreiheit. Die Menschen hätten es schwer, sich mit Lebensmitteln zu versorgen.
WFP benötigt mehr als 200 Millionen Dollar
Zudem tobten in Ebola-Gebieten bewaffnete Konflikte. Viele Menschen seien auf der Flucht. Das WFP benötigt demnach in den nächsten sechs Monaten 214 Millionen US-Dollar (192 Millionen Euro), um die am stärksten gefährdeten Menschen im Osten des Landes zu unterstützen.
Die Weltgesundheitsorganisation zählte bis Dienstag 9.704 Ebola-Fälle im Kongo, von denen 4.687 tödlich verliefen. Zudem erfasste die WHO 656 Verdachtsfälle. Der Ebola-Ausbruch war Mitte Mai gemeldet worden. Viele Fälle sind nach Einschätzungen von Experten weiter unerkannt, und die Erkrankten werden nicht isoliert und entsprechend behandelt.
17. Ausbruch im Kongo
Für den Kongo ist es ist die 17. Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus 1976 und die weitaus tödlichste. Der aktuelle Ausbruch ist vom Bundibugyo-Virus verursacht, gegen den es weder zugelassene Medikamente noch einen Impfstoff gibt. Das Ebola-Fieber ist eine Infektion, die über Körperflüssigkeiten von Erkrankten übertragen wird, etwa bei der Pflege von Kranken und bei der Aufbahrung der Verstorbenen, die über den Tod hinaus infektiös sind.




