Regelmäßiger Schlaf erleichtert Anpassung

Frau schläft
Getty Images/iStockphoto/Sofiia Tiuleneva
Müdigkeit und Schlafprobleme gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Folgen der Zeitumstellung. Daher lehnt ein Großteil der Deutschen diese weiterhin ab.
Zeitumstellung steht an
Regelmäßiger Schlaf erleichtert Anpassung
Es ist mal wieder soweit: Die Uhren werden an diesem Sonntag zurückgestellt. Die zusätzliche Stunde Schlaf klingt verlockend, kann den Biorhythmus aber durcheinanderbringen.

In der Nacht zum 25. Oktober werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Ein Großteil der Deutschen lehnt die halbjährliche Zeitumstellung weiterhin ab - die Zahlen sind im Vergleich zum Vorjahr aber gesunken. Die zusätzliche Stunde wird von vielen gerne angenommen, doch die Umstellung auf die Winterzeit kann auch den Biorhythmus durcheinanderbringen, Müdigkeit und Schlafprobleme gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Folgen.

Zwar gilt sie laut wissenschaftlichen Untersuchungen als weniger belastend als der Wechsel zur Sommerzeit, dennoch empfehlen die Krankenkassen, auch am Sonntag möglichst zur gewohnten Zeit aufzustehen. "Wer die zusätzliche Stunde nutzt, um deutlich länger zu schlafen, riskiert am Abend Einschlafprobleme", sagt Alfred Kindshofer, der Chef der Krankenkasse in Bayern.

Ein Drittel der aktuell Befragten berichtet von Gesundheitsproblemen aufgrund der halbjährlichen Umstellung der Uhr. Betroffene benennen vor allem Müdigkeit (80 Prozent) und Schlafprobleme (63 Prozent) als Folgen. Jede fünfte betroffene Person bringt zudem depressive Verstimmungen mit der Zeitumstellung in Verbindung. Das ergab eine im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführte Studie des Forsa-Instituts. 

Im vergangenen Jahr wurde allein schon nur in Bayern bei mehr als 1,1 Millionen eine Schlafstörung ärztlich festgestellt, das entspricht mehr als acht Prozent der Bevölkerung. In Thüringen werden im Bundesvergleich prozentual die meisten Menschen wegen Schlafstörungen ärztlich behandelt. Im Jahr 2025 seien rund 9,1 Prozent der Bevölkerung betroffen gewesen. Das entspreche etwa 190.000 Menschen.

Besonders betroffen von der Zeitumstellung können Menschen mit Schlafproblemen, Schichtarbeitende, junge Menschen mit spätem Schlafrhythmus und ältere Menschen sein. Wer empfindlich reagiere, könne bereits einige Tage vorher abends 10 bis 15 Minuten früher ins Bett gehen, empfehlen die Krankenkassen. Morgendliches Tageslicht helfe dem Körper, sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Abends sollte dagegen helles Licht, insbesondere von Smartphones und Tablets, reduziert werden.

Die Uhren werden am letzten Sonntag im Oktober um 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an die neue Zeit. Bei empfindlichen Menschen kann die Anpassung ein bis zwei Wochen dauern.