UN rufen zu Ende des Krieges im Sudan auf

UN rufen zu Ende des Krieges im Sudan auf
Seit mehr als dreieinhalb Jahren tobt im Sudan ein Krieg. Die UN bemühen sich auf einer Konferenz in Genf, eine politische Lösung für den Konflikt zu finden

Genf (epd). Der UN-Gesandte für den Sudan, Pekka Haavisto, hat die Kriegsparteien in dem Land zu einem Ende der Kämpfe aufgerufen. Der seit mehr als dreieinhalb Jahren tobende Krieg müsse stoppen, sagte Haavisto am Mittwoch in Genf.

Der UN-Gesandte sprach bei der Eröffnung einer internationalen Sudan-Konferenz, bei der politische Lösungen für den Konflikt zwischen der Armee und der Miliz „Rapid Support Forces“ (RSF) diskutiert werden sollen. Haavisto erinnerte an das Schicksal der Bevölkerung des Sudans. Das Leiden der Menschen müsse enden.

An der Konferenz nahm auch Deutschland teil. Die Kriegsparteien stehen nicht auf der Teilnehmerliste. Laut den UN sind der Sudan und die umliegende Region Schauplatz der größten Flüchtlingskrise weltweit. Rund 11,3 Millionen Menschen seien innerhalb oder außerhalb des Landes geflüchtet.

33 Millionen Menschen brauchen Hilfe

Die Zustände in den Regionen Darfur, Kordofan und Blauer Nil, wo Kämpfe und Luftangriffe immer mehr Menschen zur Flucht zwingen, sind laut UNHCR ebenfalls besorgniserregend. Zudem wird es für Helfer immer schwieriger, bedürftige Menschen zu erreichen.

Im Sudan bekämpfen sich seit April 2023 die Armee und die RSF. UN-Experten werfen beiden Parteien schwere Verbrechen vor. Mehr als 33 Millionen Menschen in dem nordostafrikanischen Land brauchen humanitäre Hilfe. Viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene kehrten trotz des anhaltenden Krieges in ihre Heimatregionen zurück.