Unesco will digitale Urteilsfähigkeit junger Menschen stärken

Unesco will digitale Urteilsfähigkeit junger Menschen stärken

Bonn (epd). Die Bildungsorganisation Unesco der Vereinten Nationen will bis November 2027 eine völkerrechtliche Empfehlung zu den Auswirkungen digitaler Technologien auf Kinder und Jugendliche erarbeiten. Der Exekutivrat der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation habe am Dienstag dem Vorschlag von Generaldirektor Khaled El-Enany zugestimmt, das entsprechende Verfahren zu beschleunigen, teilte die Deutsche Unesco-Kommission in Bonn mit. Die Empfehlung soll insbesondere die Folgen digitaler Anwendungen und Künstlicher Intelligenz (KI) für Lernen, Kreativität und die Entwicklung eigener Urteilsfähigkeit in den Blick nehmen.

Die außerordentliche Generalkonferenz soll im kommenden Januar den formalen Auftrag zur Ausarbeitung der Empfehlung erteilen. Anschließend beraten die Unesco-Mitgliedstaaten schriftlich und später im Sommer 2027 in einer einwöchigen Sitzung in Paris über den Text. Die Verabschiedung ist bei der regulären Generalkonferenz im folgenden November vorgesehen. Die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer, mahnte „wirksamen Schutz“ in digitalen Räumen an. Kinder und Jugendliche müssten zudem Informationen und KI-Ergebnisse kritisch hinterfragen können.