Paderborn (epd). Der Paderborner katholische Erzbischof Udo Markus Bentz hat die geplante Übertragung einer Hinrichtung in den USA per Livestream „barbarisch“ genannt. „Diese mediale Inszenierung des Todes ist verwerflich“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax am Donnerstag in Paderborn. „Wenn ein Staat einen Menschen vor laufenden Kameras töten lässt, tritt er die Menschenwürde mit Füßen.“
Die Würde der Person gehe auch dann nicht verloren, wenn jemand schwerste Verbrechen begangen habe, erklärte Bentz weiter. Die US-amerikanische Bischofskonferenz habe zu Recht darauf hingewiesen, dass „die Kultur des Todes“ nicht auf eine solch barbarische Weise gefördert werden dürfe. Für die Kirche sei die Hinrichtung eines Menschen in keinem Fall gerechtfertigt. Er hoffe und appelliere an die Verantwortlichen, „dass in Europa dieses Spektakel über die digitalen Medien nicht abgerufen werden kann“, sagte Bentz.




