Düsseldorf (epd). Durch Weiterbildung und Höherqualifizierung von Hilfskräften könnte die Fachkräftelücke bei Ausbildungsberufen laut einer Studie um knapp 17 Prozent verringert werden. Durch die Qualifizierung arbeitsloser und beschäftigter Helfer könnten bis zu 38.204 Stellen für ausgebildete Fachkräfte besetzt werden, heißt es einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch) zufolge in der noch unveröffentlichten Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW).
Besonders groß sei das Potenzial in Gesundheits- und Pflegeberufen, heißt es demnach in der Untersuchung. 2025 hätten laut Studie rund 1,3 Millionen arbeitslose Hilfskräfte rechnerisch keine passende Stelle in ihrem gewünschten Zielberuf gefunden. Zugleich fehlten mehr als 225.000 qualifizierte Fachkräfte in Berufen, die in der Regel eine berufliche Ausbildung voraussetzen.
Passende Qualifikation fehlt oft
Das Institut stützt sich dem Zeitungsbericht zufolge auf Daten der Bundesagentur für Arbeit und des ihm angehängten Instituts für Arbeits- und Berufsforschung. Auf dem Arbeitsmarkt fehle es nicht grundsätzlich an Arbeitskräften, sondern vor allem an passenden Qualifikationen. „Während viele arbeitslose Helfer keine passende Stelle in ihrem gewünschten Zielberuf finden, bestehen gleichzeitig erhebliche Engpässe bei qualifizierten Fachkräften“, hieß es.
Ein großes Potenzial für die Fachkräftesicherung liege daher in der Qualifizierung von An- und Ungelernten ohne beruflichen Abschluss. In der Altenpflege standen laut Studie 2025 einer Fachkräftelücke von 15.233 Stellen 25.113 arbeitslose Helfer gegenüber. In der Gesundheits- und Krankenpflege gab es eine Fachkräftelücke von 13.390 Stellen und 4.549 arbeitslose Helfer.




