Grünes Band in Mecklenburg-Vorpommern wird Nationales Naturmonument

Grünes Band in Mecklenburg-Vorpommern wird Nationales Naturmonument
Mit dem Titel als Nationales Naturmonument bekommt das Grüne Band in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Schutzrahmen. Langfristig sollen die Lücken des Biotopverbundes geschlossen werden.

Schwerin (epd). Mecklenburg-Vorpommern hat das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Rund 4.500 Hektar von der Ostsee bis zur Elbe sind damit als besondere Natur- und Erinnerungslandschaft unter Schutz gestellt, wie der Umweltverband Bund am Donnerstag mitteilte. Aus dem früheren Todesstreifen sei eine Lebenslinie geworden, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD).

„Mit der Ausweisung als Nationales Naturmonument übernehmen wir Verantwortung für beides: für eine einzigartige Naturlandschaft und für die Erinnerung an die deutsche Teilung“, sagte der Minister. Das Grüne Band Deutschland erstreckt sich laut Bund über insgesamt 1.378 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und ist das größte Biotopverbundsystem Deutschlands.

Lücken sollen geschlossen werden

In Mecklenburg-Vorpommern verbinde es artenreiches Grünland, Moore und Feuchtgebiete, Wälder, Seen und Fließgewässer sowie den Ostseeküstenraum. Zugleich bewahre es mit ehemaligen Grenzanlagen, Gedenkorten, geschleiften Ortschaften und besonderen Geländestrukturen Zeugnisse der deutschen Teilung. Große Teile des Grünen Bandes in Mecklenburg-Vorpommern seien bereits durch bestehende Schutzgebiete und andere Naturschutzflächen gesichert.

Mit der neuen Verordnung würden diese Flächen erstmals unter dem gemeinsamen Dach des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band Mecklenburg-Vorpommern“ zusammengeführt. „Wir wollen vorhandene Lücken perspektivisch schließen, wertvolle Lebensräume sichern und zugleich die Zeugnisse der deutschen Teilung bewahren“, sagte Backhaus. Das langfristige Ziel sei ein möglichst lückenloses Grünes Band in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach dem Fall der Berliner Mauer initiierte der Bund am 9. Dezember 1989 mit Naturschützern aus Ost- und Westdeutschland das Grüne Band. Seitdem setzt sich der Umweltverband für den Erhalt und Schutz des Biotopverbundes und für das Natur- und Geschichtserleben ein.