Frankfurt a.M., Lima (epd). Peru tritt der US-amerikanischen Initiative „Shield of the Americas“ bei. Dies teilte die rechtsgerichtete Präsidentin Keiko Fujimori am Donnerstag (Ortszeit) nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio in der peruanischen Hauptstadt Lima mit. Fujimori verwies zur Begründung auf grenzüberschreitende Aktivitäten krimineller Organisationen. Aus diesem Grund müsse man die Kräfte mit anderen Ländern bündeln, sagte Fujimori.
Rubio begrüßte die Ankündigung. Kriminelle Banden und terroristische Gruppen seien „eine direkte Bedrohung der Souveränität unserer Länder“, sagte der US-Außenminister.
Initiative von US-Präsident Trump
Der „Shield of the Americas“ ist eine US-amerikanische Initiative zur Zusammenarbeit mit rechtsgerichteten Regierungen in Süd- und Mittelamerika. Erklärtes Ziel ist der Kampf gegen kriminelle Banden. Unter US-Präsident Donald Trump streben die Vereinigten Staaten strategisch eine Vormachtstellung in der Region an.
Laut US-Außenminister Rubio gehören dem Zusammenschluss inzwischen 14 Länder an. Dazu zählen unter anderem Argentinien, Bolivien, Chile und El Salvador. Vor rund vier Wochen trat Kolumbien dem „Shield of the Americas“ bei. Dort hatte der ultrarechte Abelardo de la Espriella Anfang August das Präsidentenamt angetreten und seinen linken Vorgänger Gustavo Petro abgelöst.
Fujimori seit Ende Juli im Amt
Keiko Fujimori wurde Ende Juli in Peru als Präsidentin vereidigt. Sie konnte sich unter anderem mit dem Versprechen auf Stabilität und Sicherheit durchsetzen. Sie ist die Tochter von Alberto Fujimori, der das Andenland von 1990 bis 2000 autoritär regiert hatte.



