Wohnungslosenhilfe: Regierung muss mehr für sozialen Wohnraum tun

Wohnungslosenhilfe: Regierung muss mehr für sozialen Wohnraum tun
Die Wohnungslosenhilfe schlägt Alarm: Bisherige politische Maßnahmen reichten nicht aus, um Wohnungsnot wirksam zu bekämpfen, sagt Geschäftsführerin Bösing. Die CSU verweist dagegen auf 23,5 Milliarden Euro des Bundes für bezahlbaren Wohnraum.

Düsseldorf (epd). Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe mahnt vom Bund mehr Anstrengungen gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum an. „Die bisherigen politischen Maßnahmen reichen nicht aus, um Wohnungsnot wirksam zu bekämpfen“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft, Sabine Bösing, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag). Wenn die Bundesregierung ihr Ziel erreichen wolle, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden, brauche es mehr langfristig gebundenen sozialen Wohnraum, eine wirksame Begrenzung von Mietpreissteigerungen und einen besseren Kündigungsschutz.

Zugleich sollten Präventions- und Hilfeangebote flächendeckend ausgebaut und der Nationale Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit konsequent umgesetzt werden, forderte Bösing anlässlich des bundesweiten Tags der wohnungslosen Menschen am 11. September. „Statt Kürzungen im sozialen Sicherungssystem brauchen wir eine Politik, die verhindert, dass Menschen ihre Wohnung überhaupt verlieren“, betonte sie.

Bauausschuss-Mitglied Zeulner weist Vorwürfe zurück

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner nannte Wohnungslosigkeit „eine der drängendsten sozialen Herausforderungen“. Sie verteidigte die Bemühungen der Regierung und verwies auf die bis 2029 vorgesehenen 23,5 Milliarden Euro für mehr bezahlbaren Wohnraum. Der Bund stelle den Ländern damit eine Rekordsumme zur Verfügung, sagte Zeulner, die Mitglied im Bauausschuss ist, der Zeitung.