Nach Zerstörung: Neue Regenbogenbank für CSD-Gedenkort

Nach Zerstörung: Neue Regenbogenbank für CSD-Gedenkort
Der Gedenkort für den Berliner CSD-Anschlag wurden innerhalb weniger Tage verwüstet. Nun wird eine neue Sitzbank aufgestellt. Und es soll mehr Polizeipräsenz geben.

Berlin (epd). Nach der Zerstörung der Regenbogenbank am Trauerort des CSD-Anschlags in Berlin soll es Ersatz geben. Das Bezirksamt Mitte wolle am Montag eine neue Bank in Regenbogenfarben am gleichen Ort im Großen Tiergarten errichten, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Wegen der Zerstörung der Bank und des Versuchs, auch den neu gepflanzten Baum zu zerstören, soll der Gedenkort künftig besser geschützt werden.

Die Sitzbank sollte zum Verweilen und zur stillen Anteilnahme einladen und Solidarität mit der queeren Community zum Ausdruck bringen. Nachdem sie bereits Anfang vergangener Woche zerstört worden war, rissen Unbekannte in der Nacht zum Sonntag auch den neu eingepflanzten Baum samt Schutzgitter aus der Erde. Der französische Ahorn war ein Ersatz für den Baum, mit dem der Wagen des Attentäters vom 25. Juli kollidierte.

Baum überlebte die Tat

Der Staatsschutz übernahm nach dem Vorfall am Gedenkort die Ermittlungen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung. Das Bäumchen habe überlebt, sagte eine Sprecherin des Bezirksamts. Es werde nun mit einem Bodenanker gesichert. Zudem werde es am Gedenkort künftig mehr Polizeipräsenz geben.

Bei dem Anschlag auf den CSD in Berlin war ein Kastenwagen in eine Menschenmenge gefahren. Eine 65-jährige Polin wurde getötet, 31 Menschen wurden teils schwer verletzt. Ein 21-Jähriger hatte den Wagen gesteuert und war anschließend mit einer Stichwaffe auf weitere Passanten losgegangen. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem islamistischen Motiv aus. Der Mann wurde am Tag nach dem Anschlag bei einem Polizeieinsatz erschossen.