UN: Luftverschmutzung durch Waldbrände gefährdet die Menschen

UN: Luftverschmutzung durch Waldbrände gefährdet die Menschen
Die zunehmenden Waldbrände gefährden Menschen auch durch dreckige Luft: Feinstaub kann tief in die Lunge und den Blutkreislauf eindringen.

Genf (epd). Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat vor einer Zunahme der Luftverschmutzung durch Waldbrände und Hitzewellen gewarnt. Die Gesundheit vieler Menschen und Ökosysteme seien gefährdet, erklärte die WMO am Montag in Genf.

Durch Brände seien Menschen verstärkt dem Feinstaub PM2,5 ausgesetzt, hieß es in einem WMO-Bericht. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit verbesserter atmosphärischer Beobachtungen von Luftschadstoffen wie Feinstaub und bodennahem Ozon sowie Ruß und Mikroplastik.

Unzureichend überwachte Schadstoffe

Trotz ihrer weiten Verbreitung und ihrer potenziellen Schädlichkeit für Ökosysteme würden diese Schadstoffe nicht ausreichend überwacht. Feinstaub PM2,5 besteht den Angaben zufolge aus mikroskopisch kleinen Partikeln und Tröpfchen mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer.

Sie seien ein Gesundheitsrisiko, da sie tief in die Lunge und in den Blutkreislauf eindringen könnten. Der Feinstaub habe verschiedene Auslöser: Unter anderem nennt die WMO industrielle Aktivitäten, Landwirtschaft, Heizungen in Privathaushalten und den Verkehr sowie Waldbrände. Die zunehmend extremen Waldbrände treiben demnach ihrerseits den Klimawandel zusätzlich an.

Der WMO-Bericht wurde anlässlich des Internationalen Tages der sauberen Luft für einen blauen Himmel veröffentlicht. Er basiert auf Daten und Informationen des „Global Atmosphere Watch Network“.