Dresden (epd). Nach dem Rücktritt des katholischen Bischofs Heinrich Timmerevers hat das Bistum Dresden-Meißen Andreas Kutschke als Diözesanadministrator eingesetzt. Der 52-Jährige leite die Kirchenregion in Sachsen und Ostthüringen im Interim, teilte das Bistum Dresden-Meißen am Donnerstag in Dresden mit. Bisher war Kutschke Domdekan und Generalvikar des Bistums, zu dem derzeit rund 124.700 Katholikinnen und Katholiken gehören.
Das Bistum rechnet nach eigenen Angaben mit etwa einem Jahr für die Suche nach einem Nachfolger für Timmerevers. Kutschke war bisher als Leiter des Bischöflichen Ordinariats und persönlicher Stellvertreter des Bischofs für die organisatorischen Abläufe des Bistums verantwortlich.
Keine Grundsatzentscheidungen
Die Befugnisse des Diözesanadministrators entsprechen laut Bistum im Wesentlichen denen eines Bischofs. Allerdings darf der Administrator laut Kirchenrecht keine Grundsatzentscheidungen treffen, die den neuen Bischof binden oder in seinen Amtsrechten beeinträchtigen könnten. Papst Leo XIV. hatte am Mittwoch den Amtsverzicht des 74-jährigen Timmerevers bestätigt.



