Lufthansa: Anschläge gegen World Trade Center veränderten Luftfahrt

Lufthansa: Anschläge gegen World Trade Center veränderten Luftfahrt
Die Anschläge des islamistischen Terror-Netzwerks Al Kaida am 11. September 2001 in den USA haben die Luftfahrt verändert. Erstmals setzten Terroristen entführte Passagierflugzeuge als Waffe ein und töteten damit Tausende Menschen.

Frankfurt a.M. (epd). Nach den Anschlägen von Al Kaida vor 25 Jahren sind die Sicherheitsmaßnahmen im Luftverkehr international neu geordnet worden. „Der Anschlag vom 11. September 2001 war eine Zäsur für die gesamte zivile Luftfahrt weltweit“, schrieb die Deutsche Lufthansa AG in Frankfurt am Main dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Anfrage. Als Reaktion habe sich ein „tiefgreifender Paradigmenwechsel“ vollzogen, die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), die EU und die nationalen Luftsicherheitsbehörden haben striktere Sicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben.

Dazu gehört nach Angaben der Lufthansa zentral das Prinzip der Trennung von Cockpit und Kabine: Die Cockpittür bleibt während des Fluges verriegelt. Zudem wurde die Cockpittür so verstärkt, dass sie einem gewaltsamen Eindringen standhalten kann. Darüber hinaus setzen zahlreiche Staaten, darunter Deutschland, sogenannte Flugsicherheitsbegleiter (Sky Marshals) ein. Diese zivil gekleideten Sicherheitskräfte begleiten verdeckt ausgewählte Flüge an Bord; zur Häufigkeit und zu konkreten Einsätzen äußerten sich die Behörden nicht.

Verschärfte Kontrollen

Zu den nach dem 11. September 2001 eingeführten Sicherheitsmaßnahmen gehören der Lufthansa zufolge auch verschärfte Zugangskontrollen, die Neugestaltung der Passagier- und Gepäckkontrollen und erweiterte Verfahren für den Umgang mit Bedrohungslagen an Bord.

Das Bundesinnenministerium führt im Einzelnen die Mitnahmebeschränkungen von Flüssigkeiten für Fluggäste an, Sicherheitsscanner, CT-Röntgengeräte für Handgepäck, Einsatz von Sprengstoffspurendetektoren und die Kontrolle von Fahrzeugen vor der Einfahrt in Sicherheitsbereiche an. Auch die Zuverlässigkeitsüberprüfung von Beschäftigten, Sicherheitskontrollen für Personal und sichere Lieferketten für Luftfracht gehörten dazu.

Die Lufthansa betont: „Die Sicherheitsarchitektur der zivilen Luftfahrt wird fortwährend weiterentwickelt - auf Basis aktueller Bedrohungsanalysen, technologischer Fortschritte und internationaler Kooperation.“