Kirchenmusik spielt weiter Hauptrolle

Notenblätter sind zu sehen, davor ein goldenes, unscharfes Instrument
epd-bild / Andreas Schoelzel
Landesbischof Ralf Meister: Musik hat eine bedeutende Rolle bei der Verkündigung der Kirchen.
Landesbischof Meister ist überzeugt
Kirchenmusik spielt weiter Hauptrolle
Rund 140 hauptberufliche Musiker:innen aus der evangelischen Landeskirche Hannovers haben sich in Hildesheim zu ihrem Generalkonvent getroffen. Bischof Meister würdigte ihre Arbeit. Kirchenmusik sorge vielfach für überfüllte Konzerte.

Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover hat die bedeutende Rolle der Musik bei der Verkündigung der Kirchen unterstrichen. "In der Musik werden Menschen empfänglich für eine Dimension, die über ihre normale Welt- und Selbstwahrnehmung hinausgeht", sagte Meister beim kirchenmusikalischen Generalkonvent der hannoverschen Landeskirche in Hildesheim. Deshalb nenne Martin Luther die Kirchenmusik eine "Gabe Gottes".

An dem Treffen, das am Mittwoch endete, nahmen rund 140 hauptberufliche Kirchenmusiker:innen aus der Deutschlands größter evangelischer Landeskirche teil. Unter dem Leitgedanken "Zukunft gestalten - Kirchenmusik in Transformation" berieten sie in der Fortbildungsstätte Michaeliskloster über neue Formen der Zusammenarbeit. Der Konvent findet alle vier Jahre statt.

"Wir erleben die Attraktivität der Kirchenmusik in überfüllten Konzerten", betonte Meister, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist. Zugleich könne Kirchenmusik "jeden Gottesdienst zu einem Erlebnis machen". Untersuchungen zeigten, dass mehr als die Hälfte der Befragten Kirchenmusik als inspirierend empfänden, darunter auch 43 Prozent der Konfessionslosen. "Deshalb wird sie auch zukünftig ein zentraler Bestandteil unserer Verkündigung sein."

In der Landeskirche Hannovers, deren Gebiet drei Viertel Niedersachsens umfasst, musizieren nach eigenen Angaben rund 52.000 Menschen in über 2.300 Gruppen. Neben etwa 150 Hauptberuflichen engagieren sich rund 1.900 nebenberufliche und 960 ehrenamtliche Mitwirkende in den Gemeinden.