Hamburg (epd). Die Deutsche Seemannsmission wird 140 Jahre alt. Das Hilfswerk mit seiner internationalen Zentrale in Hamburg gehört zu den ältesten Arbeitszweigen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seine Wurzeln hat es im diakonischen „Komitee für kirchliche Versorgung im Ausland“, das am 29. September 1886 gegründet wurde. Das Jubiläum wird am Montag in Hamburg gefeiert, wie die Organisation mitteilte.
Die Deutsche Seemannsmission leistet auf Schiffen, in Seemannsclubs und Seemannsheimen auf mehreren Kontinenten Seelsorge und Sozialarbeit für Seeleute aus aller Welt. Die Arbeit geschieht unabhängig von Herkunft und Religion der Schiffsbesatzungen.
International legt das Hilfswerk besonderes Gewicht auf die psychosoziale Unterstützung von Piratenopfern und Hilfe für Seeleute, die oft bei der Rettung von Flüchtlingen kriminalisiert werden. An der Nord- und Ostsee leistet die Organisation Notfallseelsorge. Die Arbeit wird aus Kirchensteuern, öffentlichen Mitteln, Spenden und freiwilligen Schiffsabgaben der Reeder finanziert.
In 33 Häfen und 15 Ländern vertreten
Mit mehr als 600 Haupt- und Ehrenamtlichen weltweit ist die Deutsche Seemannsmission in 33 Häfen und 15 Ländern vertreten. Im Ausland unterhält sie 17 Stationen, etwa in Panama, Rotterdam und der togolesischen Hauptstadt Lomé. In Deutschland gibt es 16 Standorte, die von eigenständigen Inlandsvereinen getragen werden. Unter ihnen sind Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven, Rostock, Brunsbüttel, Bremerhaven, Cuxhaven und Emden. Auch in Duisburg, dem größten Binnenhafen Europas, ist die Seemannsmission tätig.
Die Stationen in Deutschland, einigen weiteren Ländern Europas sowie in Afrika, Amerika und Asien arbeiten oft eng mit anderen christlichen Seemannsmissionen, Kirchen und Organisationen zusammen.



