UN-Umweltprogramm warnt vor noch höheren Temperaturen

UN-Umweltprogramm warnt vor noch höheren Temperaturen
In Zukunft werden wohl noch mehr Hitzewellen den Menschen zu schaffen machen. Doch das Umweltprogramm Unep sieht einen Ausweg.

Nairobi, Genf (epd). Der globale Temperaturanstieg wird laut den UN in den nächsten Jahren voraussichtlich die kritische Marke von 1,5 Grad Celsius überschreiten. Dadurch werden Risiken und Auswirkungen des Klimawandels immer gefährlichere Ausmaße annehmen, warnte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) am Mittwoch in einem neuen Bericht aus Nairobi.

„Weltweit zeigen extreme Hitzewellen bereits, dass die Auswirkungen des Klimawandels schneller eintreten, heftiger ausfallen und länger anhalten werden - was mehr Menschenleben kosten und tiefgreifendere Störungen verursachen wird“, sagte Inger Andersen, Exekutivdirektorin des UNEP. Es bestehe jedoch noch eine Möglichkeit, den Temperaturanstieg unter der kritischen Marke von 1,5 Grad Celsius zu halten.

Aufforstung erforderlich

Um das zu erreichen, muss laut UN-Generalsekretär António Guterres der Ausstieg aus den klimaschädlichen fossilen Brennstoffen wie Öl und Kohle beschleunigt werden. Zudem müssten vermehrt erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft zum Einsatz kommen. Dadurch würde der Anstieg der Temperaturen durch sofortige und nachhaltige Senkung der Treibhausgasemissionen verringert.

Eine sorgfältig gesteuerte Kohlenstoffdioxid-Entfernung müsse wesentliches Element des Maßnahmenpakets sein. Es handele sich um einen Prozess, bei dem CO2 aus der Luft entfernt und durch Aufforstung oder andere Maßnahmen gespeichert wird.

Zugleich erfordert der Ansatz laut Unep Anpassungen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Gesellschaften und Volkswirtschaften zu verringern. Dazu zählt ein verbesserter Schutz der Menschen vor Hitzewellen. Das Pariser Klimaabkommen von 2015 setzt das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.