Caritas startet "Frust-O-Mat" zur Wahl

Caritas startet "Frust-O-Mat" zur Wahl
Vor den kommenden Landtagswahlen am 6. und 20. September bekommen die Wählerinnen und Wähler zunehmend Möglichkeiten, sich unabhängig online zu informieren. Jetzt können sie auch Luft ablassen, ohne zu verletzen.

Berlin (epd). Die Caritas startet vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wieder ihren „Frust-O-Mat“. Das digitale Beteiligungsprojekt biete die Möglichkeit, anonym Gefühle, Wünsche und Ängste herauszulassen, teilte der katholische Wohlfahrtsverband am Mittwoch in Berlin mit.

Nutzerinnen und Nutzern würden dabei Fragen gestellt, was sie beunruhigt oder stört, hieß es. Zudem biete der „Frust-O-Mat“ die Möglichkeit, per E-Mail mit der Caritas in Kontakt zu treten. So könnten auch tiefergehende Gespräche entstehen.

Die Onlineplattform „Frust-O-Mat“ wurde 2024 im Rahmen der Kampagne #RadikalZugehört von der Caritas entwickelt. Rund 58.000 Menschen riefen die Website zwischen August und Anfang Oktober 2024 auf.

Menschen ernst nehmen

Ulrike Kostka, Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes der Erzbistums Berlin, betonte, das Onlineformat richte sich besonders an junge und junggebliebene Menschen. Wer Demokratie stärken wolle, müsse Menschen ernst nehmen, bevor er sie überzeugen könne.

Der „Frust-O-Mat“ unterscheidet sich von anderen Onlineplattformen wie dem „Wahl-O-Mat“, dem „Kandidierendencheck“ des Portals Abgeordnetenwatch und dem „Real-O-Mat“ der Rechercheplattform „Frag den Staat“, die sich alle mit den Wahlprogrammen der Parteien oder deren Abstimmungsverhalten in den Parlamenten beschäftigen.