Real-O-Mat für Berlin gestartet

Real-O-Mat für Berlin gestartet
Berlinerinnen und Berliner können sich mit einer weiteren Wahlhilfe informieren. Im Gegensatz zum Wahl-O-Mat untersucht der Real-O-Mat das tatsächliche Abstimmungsverhalten der Parteien.

Berlin (epd). Die Rechercheplattform „Frag den Staat“ hat ein weiteres Informationsangebot zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin gestartet. Der sogenannte Real-O-Mat basiere im Gegensatz zum Wahl-O-Mat nicht auf Wahlprogrammen und eigenen Aussagen der Parteien, sondern auf deren tatsächlichem Abstimmungsverhalten, teilte „Frag den Staat“ am Dienstag in Berlin mit. In der Hauptstadt wird am 20. September gewählt.

Im Real-O-Mat können sich Nutzende zu 15 politischen Forderungen der letzten Legislaturperiode positionieren und im Anschluss erfahren, welche Fraktion bei entsprechenden Anträgen und Gesetzesentwürfen deckungsgleich abgestimmt hat. Themen sind etwa der Mietendeckel, das Informationsfreiheitsgesetz oder die Ausweitung von Polizeibefugnissen.

Zusätzlich biete der Real-O-Mat eine Übersicht über die entsprechenden Anträge und Gesetzentwürfe sowie eine Aufschlüsselung der Parteipositionen basierend auf Beschlussempfehlungen und Plenardebatten. „Frag den Staat“ stellte den Real-O-Mat eigenen Angaben zufolge erstmals zur Bundestagswahl 2025 zur Verfügung. Vor knapp zwei Wochen ging der Real-O-Mat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (6. September) online.

Wahl-O-Mat und „Kandidierendencheck“

Am Montag hatten die Bundes- und Berliner Landeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat gestartet, bei dem 38 Thesen abgefragt werden. Zudem ging ebenfalls am Montag der „Kandidierendencheck“ des Portals Abgeordnetenwatch online. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger über die Positionen der Direktkandidierenden informieren.