Merz besucht Einsatzkräfte nach Waldbrand in der Eifel

Merz besucht Einsatzkräfte nach Waldbrand in der Eifel
Die zunehmende Waldbrandgefahr infolge des Klimawandels rückt auf die politische Tagesordnung: Bundeskanzler Merz besucht am Wochenende Einsatzkräfte in der Eifel, um ihnen für ihren Einsatz bei der Brandbekämpfung zu danken.

Berlin (epd). Nach dem bislang größten Waldbrand des Sommers in Deutschland will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Einsatzkräften in der Eifel seinen Dank aussprechen. Wie ein Sprecher der Bundesregierung am Freitag mitteilte, wird sich Merz am Samstagnachmittag in Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen mit Helferinnen und Helfern austauschen und über die aktuelle Lage informieren. Es handelt sich um den ersten offiziellen Termin des Bundeskanzlers nach dessen Sommerurlaub.

Zunehmende Waldbrandgefahr infolge des Klimawandels sowie Maßnahmen zur Anpassung an Hitze, Trockenheit und weitere Folgen der Erderwärmung stehen nach Angaben der Bundesregierung auch bei der bevorstehenden Kabinettsklausur auf der Tagesordnung. Die Klausur von Merz und den Ministerinnen und Ministern findet am Dienstag und Mittwoch in Schloss Neuhardenberg in Brandenburg statt.

Waldbrände durch Klimawandel immer wahrscheinlicher

Nach Einschätzung der nordrhein-westfälischen Landesregierung war das Feuer in Hürtgenwald auf 300 Hektar der größte Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Nach dem Brand gab der Kreis Düren am Freitag Entwarnung. Zudem zerstörte ein Brand im Hohen Venn in Belgien am vergangenen Wochenende eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar. Die Flammen kamen bis anderthalb Kilometer an die deutsche Grenze heran.

Wissenschaftlichen Analysen zufolge begünstigt der Klimawandel maßgeblich das Auftreten von Waldbränden in weiten Teilen Europas. Durch die Erderwärmung habe sich das Auftreten von Wetterbedingungen, die Brände mit anfachen, beispielsweise in Frankreich verdoppelt, während in Spanien die Wahrscheinlichkeit für „extremes Feuerwetter“ sogar mindestens 20-mal so hoch ist, heißt es in einer Studie der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ (WWA).