Denkmalschützer zunehmend besorgt

Denkmalschützer zunehmend besorgt

Berlin (epd). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sieht den Erhalt historischer Bauten zunehmend bedroht. 2024 und 2025 seien insgesamt mindestens 1.077 Denkmale verloren gegangen, sagte Stiftungsvorstand Steffen Skudelny am Dienstag in Berlin zur Vorstellung des Schwarzbuches der Denkmalpflege. Dies sei aber nur ein Bruchteil der Verluste, da Gebäude zuvor oft von Denkmallisten verschwunden seien und ein Verlust somit nicht bekannt wurde. Betroffen sind alle Bundesländer.

„Die Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz haben sich weiter verschlechtert“, sagte Skudelny. Das öffentliche Bewusstsein dafür nehme ab, der politische Druck auf den Denkmalschutz nehme dagegen zu.

Mehrere Beispiele für Verluste

Als Beispiel für in den vergangenen beiden Jahren verloren gegangene Denkmale listet das Schwarzbuch in Berlin etwa das im Stil des Neuen Bauens bis 1928 errichtete „Zweifamilienhaus Kern“ des Architekten Bruno Ahrends auf. Es wurde im vergangenen Jahr den Angaben zufolge abgerissen. Im thüringischen Stadtlengsfeld wurde im vergangenen Jahr eines der frühestens Frauenhäuser Deutschlands abgerissen, errichtet in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.