Nairobi, Lusaka (epd). Sambia wird weitere fünf Jahre von Präsident Hakainda Hichilema regiert. Wie der staatliche Sender ZNBC am frühen Dienstagmorgen unter Berufung auf die Wahlkommission berichtete, gewann Hichilema die Wahl vom vergangenen Donnerstag mit 61 Prozent der Stimmen. 38 Prozent entfielen demnach auf den Anwalt und Parlamentsabgeordneten Brian Mundubile. Dieser hatte sich am Tag nach der Wahl bereits selbst zum Sieger erklärt.
Aufgrund von gewaltsamen Auseinandersetzungen hatte die Wahlkommission die Stimmenauszählung am Freitag für sechs Stunden ausgesetzt, dann aber wieder aufgenommen. Mehrere Oppositionspolitiker, darunter der Sprecher Mundubiles, wurden verhaftet, dann aber wieder freigelassen. Sie sollen Teil einer Miliz zum Sturz Hichilemas sein, hieß es von Seiten der Regierung. Auch Mundubiles Haus wurde durchsucht.
Vorwürfe der Opposition
Mundubile hatte der Regierung und Polizei während des Wahlkampfes wiederholt Angriffe auf ihn und seine Unterstützer vorgeworfen Auch Amnesty International äußerte sich besorgt. Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie die freie Berichterstattung der Medien seien unter Beschuss. Am Wahltag gab es zunächst keine Berichte über gewaltsame Vorfälle.
Das südafrikanische Land mit rund 22 Millionen Einwohnern ist von Landwirtschaft und Rohstoffabbau geprägt. Kupfer ist eines der wichtigsten Exportgüter. Während seiner Amtszeit hat Hichilema das Land aus einer tiefen Schuldenkrise herausgeführt und wirtschaftlich stabilisiert. Doch die Lebenshaltungskosten sind hoch, für viele Wählerinnen und Wähler eines der wichtigsten Themen.



