Magdeburg (epd). Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt fühlen sich bedroht von der Politik der AfD im Land. Mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September rufen Migrantenverbände für den 26. August zum „Streik gegen Rassismus und Ausgrenzung“ und zu einer Kundgebung vor dem Landtag in Magdeburg auf, wie der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt am Montag in Magdeburg mitteilte. Die Partei schüre „Rassismus, indem sie Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete und Menschen unterschiedlicher Herkunft für sämtliche gesellschaftlichen Probleme verantwortlich macht“, heißt es in dem Streikaufruf. Damit werde Angst geschürt.
Migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg und anderen Städten planten deshalb an jenem Tag freiwillige Betriebsschließungen von 10 bis 15 Uhr. „Wir schließen heute unsere Türen, damit sich morgen nicht die Türen zu einer freien und demokratischen Gesellschaft schließen“, hieß es. Man wolle in einer Gesellschaft leben, „in der Herkunft nicht darüber entscheidet, wer dazugehört“. Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Zugehörigkeit seien nicht verhandelbar.



