Kiew, Genf (epd). Im Juli sind in der Ukraine laut den UN mehr Zivilisten verletzt oder getötet worden als in jedem anderen Monat seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022. Der Konflikt verschärfe das Leiden der Bevölkerung immer weiter, erklärte die UN-Beobachtermission für Menschenrechte am Donnerstag in Kiew.
Den Angaben zufolge wurden im Juli 437 Tote und 2.610 Verletzte registriert. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei höher, die Mission führe ihre Dokumentation fort. In jedem Monat des laufenden Jahres sei die Opferzahl im Vergleich zum Vormonat gestiegen.
Auch mehr zivile Opfer in Russland
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 habe die Gewalt in der Ukraine zu 12.477 zivilen Opfern geführt (1.839 Tote und 10.638 Verletzte). Das entspreche einem Anstieg um 44 Prozent im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2025 (1.434 Tote und 7.216 Verletzte). Im gleichen Zeitraum 2024 seien 1.188 Tote und 4.560 Verletzte registriert worden.
Auch die Zahl der gemeldeten zivilen Opfer in Russland sei im Juli 2026 angestiegen. Nach Angaben der russischen Behörden seien im Juli 79 Zivilisten getötet und 601 weitere verletzt worden. Die UN-Mission habe diese Zahlen nicht unabhängig überprüfen könne. Russland startete im Februar 2022 seine militärische Vollinvasion gegen die Ukraine.



