Wassertiefstände behindern Lebensrettung

Wassertiefstände behindern Lebensrettung
Die Rettung von Verunglückten in Flüssen und Seen wird mancherorts schwierig: Die Retter können bei Tiefständen ihre Boote nur noch schwer zu Wasser lassen.

Wiesbaden, Mainz (epd). Der niedrige Wasserstand von Flüssen und Seen erschwert den Einsatz von Lebensrettern. Das Phänomen sei dieses Jahr extrem, sagte der Präsident des hessischen Landesverbands der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Michael Hohmann, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Insbesondere am Rhein gebe es deutliche Verzögerungen bei Einsätzen, weil der Wasserstand unter die Anfahrtsrampen und mancherorts unter die Anleger gefallen ist. Dann ließen sich größere Rettungsboote nicht zu Wasser lassen. Der Pressesprecher des DRLG Rheinland-Pfalz, Marco Vogt, bestätigte das Problem.

Längere Anfahrtszeiten

Die Retter müssten auf andere Uferstellen oder Häfen ausweichen, erklärte Hohmann. Das bedeute eine längere Anfahrtszeit. Daneben versuchten die Retter, auf kleinere Schlauchboote auszuweichen. Diese könnten aber keine Taucher mitnehmen. Einsätze fielen wegen des Wassertiefstandes aber nicht aus, bekräftigten Hohmann und Vogt.

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Rheinland-Pfalz kämpft mit dem gleichen Problem. Einige Anlegestellen des Rettungsbootes am Rhein könnten wegen des Niedrigwassers nicht genutzt werden, sagte der stellvertretende Landesleiter Mario Theobald dem epd. Die Retter müssten gegebenenfalls Firmen mit Kränen am Fluss oder das Technische Hilfswerk um Hilfe bitten. Dadurch werde mehr Zeit für eine Rettung benötigt.