"Tour der Hoffnung" bringt 1,4 Millionen Euro für krebskranke Kinder

"Tour der Hoffnung" bringt 1,4 Millionen Euro für krebskranke Kinder
Mehr als 160 Menschen traten drei Tage lang in die Pedale, um Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche einzuwerben. Sie waren erfolgreich.

Gießen (epd). Die 44. Fahrrad-Benefizfahrt „Tour der Hoffnung“ hat dieses Jahr 1,44 Millionen Euro für krebskranke Kinder und Jugendliche gesammelt. Die 250 Kilometer lange Tour führte nach dem Auftakt am vergangenen Donnerstag traditionell in Gießen zunächst durch Mittelhessen, wie die Organisatoren am Sonntagabend in Gießen mitteilten. Nach einem Transfer nach Magdeburg ging es am Freitag durch Sachsen-Anhalt und am Samstag von Halle nach Leipzig zur Kinderonkologie des Universitätsklinikums. Am Sonntag kehrten die Radler nach Gießen zurück.

Miotorradstaffeln der Polizei und Ehrenamtliche begleiteten und sicherten die Streckenabschnitte. Zu den prominenten Teilnehmern zählten der Schauspieler Johann von Bülow, Skispringer Stephan Leyhe, Boxer Henry Maske, die Schwimmerin Dagmar Hase, die Rudererin Kathrin Boron und die Biathleten Katrin Apel, Sven Fischer und Frank Ullrich. Dabei waren auch die beiden Tour-Urgesteine Jupp Kapellmann und Klaus-Peter Thaler, die seit der ersten Tour im Jahr 1983 dabei sind.

Tour 2027 geht nach Hannover

Mit dem von den Radlern eingeworbenen Spendengeld werden nach Angaben des Vereins „Tour der Hoffnung“ die Forschung, neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung und die klinische Versorgung von krebskranken Kindern und Jugendlichen unterstützt. Im vergangenen Jahr hatte die „Tour der Hoffnung“ eine Spendensumme von 1,27 Millionen Euro verbucht. Die 45. „Tour der Hoffnung“ vom 11. bis 15. August 2027 werde einen Tag länger dauern und nach dem Prolog in Gießen als Ziel Hannover ansteuern, sagte der Vorsitzende Mathias Rinn.

Die Aktion wurde 1983 von Fritz Lampert, Professor an der Kinderklinik der Gießener Justus-Liebig-Universität, gegründet. Seitdem kamen nach Angaben der Organisatoren mehr als 47 Millionen Euro zusammen. Das Geld komme zu 100 Prozent den Kindern und Jugendlichen zugute. Sämtliche Kosten würden von Sponsoren getragen.