Städte- und Gemeindebund fordert "Kraftakt für Wasserversorgung"

Städte- und Gemeindebund fordert "Kraftakt für Wasserversorgung"

Berlin (epd). Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der anhaltenden Hitze einen „nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die Klimaanpassung“ in den Kommunen. „Bereits jetzt ist die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen“, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Ralph Spiegler, der „Rheinischen Post“ (Freitag). Deutschland müsse Wasser daher „künftig als strategische Ressource begreifen“.

Die wirtschaftlichen Folgen der Hitze- und Dürreperioden seien „längst Realität“, betonte der Verbandsvertreter. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft Studien zufolge „zwischen 430 und 984 Millionen Euro aufgrund von sinkender Produktivität“. Das gefährde Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand, mahnte Spiegler. Die Kommunen allein könnten dieses Problem nicht lösen. „Deshalb brauchen wir eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz und damit eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder.“