Berlin (epd). Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat sich erleichtert über die Ankündigung der USA zur Wiederaufnahme ihrer Unterstützungsleistungen für die Impfallianz Gavi geäußert. Die zuvor von US-Seite bekannt gegebene Freigabe von rund 600 Millionen Dollar (527 Millionen Euro) für die Impfallianz sei „ein wichtiges Signal“, erklärte Alabali Radovan am Mittwoch. Die Beiträge der USA für die Impfallianz waren im vergangenen Jahr zunächst gestrichen worden.
US-Senatorin Susan Collins, die dem zuständigen Ausschuss in der Kongresskammer vorsteht, hatte die Wiederaufnahme der Zahlungen zuvor bekannt gegeben. US-Medien zufolge waren die 600 Millionen Dollar für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 bereits zugesagt worden. Die Auszahlung der Mittel sei jedoch monatelang blockiert worden. US-Außenminister Marco Rubio hatte im Juni bereits angekündigt, dass die US-Regierung die Zusammenarbeit mit Gavi nach einer Pause im vergangenen Jahr nun wieder aufnehmen wolle.
Alabali Radovan: Krankheiten kennen keine Grenzen
„Die USA kommen zu Gavi zurück, weil sich globale Gesundheitsprobleme nicht im Alleingang lösen lassen“, erklärte Alabali Radovan. „In einer Zeit, in der internationale Zusammenarbeit unter Druck steht, ist das eine gute Nachricht für Millionen Kinder weltweit.“ Weltweite Gesundheit sei eine Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität, betonte die Entwicklungsministerin. „Krankheiten kennen keine Grenzen.“
Die Impfallianz Gavi wurde im Jahr 2000 von öffentlichen und privaten Geldgebern ins Leben gerufen. Sie versorgt einkommensschwache Länder mit Impfstoffen gegen lebensbedrohliche Krankheiten wie Malaria, Masern und Cholera. Seit ihrer Gründung hat die Impfallianz eigenen Angaben zufolge weltweit über 1,2 Milliarden Kinder geimpft und dabei über 20 Millionen Todesfälle verhindert.



