Düsseldorf (epd). Nach dem Anschlag auf den Berliner „Christopher Street Day“ hat die Queerbeauftragte des Bundes mehr Schutz für queere Menschen im Alltag gefordert. Für ein Sicherheitsgefühl sei es wichtig, dass nicht nur Großdemonstrationen gut geschützt seien, sondern auch queere Menschen im Alltag, sagte Sophie Koch (SPD) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch).
Nötig sei zudem ein konsequenteres Vorgehen gegen Hassrede im Netz, sagte Koch weiter. Das müsse nicht nur auf der gesetzlichen Ebene geschehen, sondern müsse auch von den Online-Plattformen selbst vorangetrieben werden. Auch die Zivilgesellschaft müsse handeln: „Es braucht einen Aufschrei der gesamten Gesellschaft, dass alle sagen: Stopp, bis hierhin und keinen Schritt weiter.“
Gewalttaten gegen queere Community stark zugenommen
In den vergangenen Jahren hätten sich laut Statistiken des Bundeskriminalamts die Straf- und Gewalttaten gegen die queere Community verzehnfacht, erklärte Koch. „Viele Menschen haben Angst vor Übergriffen im Alltag, auf der Straße und im Netz sowieso.“ Sich solidarisch an die Seite queerer Menschen zu stellen, bedeute, an CSD-Demonstrationen teilzunehmen und Regenbogensymbole offen nach außen zu tragen. Zudem müsse Hass und Hetze widersprochen und klar als solche benannt werden.



