Hannover (epd). Nachdem er in einem Zug offen den verbotenen Hitlergruß gezeigt hatte, ist ein 37-jähriger Mann von der Polizei festgenommen und inhaftiert worden. Bundespolizisten stellten bei der Identitätsprüfung fest, dass ein offener Haftbefehl gegen den Deutschen vorlag, wie die Bundespolizei am Dienstag in Hannover mitteilte. Ein Gericht hatte ihn 2025 wegen Diebstahls mit Waffen zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt.
Der stark alkoholisierte Mann zeigte den strafbaren Gruß am Montagabend beim Halt eines Regionalexpresses in Hannover. Noch bevor der Zug nach Braunschweig weiterfuhr, alarmierten Fahrgäste Sicherheitsmitarbeiter der Bahn und anschließend die Bundespolizei. Daraufhin wurde der Mann zunächst von der Fahrt ausgeschlossen.
Festnahme nach Kontrolle
Als die Beamten den Haftbefehl entdeckten, nahmen sie ihn fest und brachten ihn in die Wache am Hauptbahnhof. Weil er die verhängte Strafe nicht zahlen konnte, wurde er rund zwei Stunden später in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort musste er eine 60-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Die Bundespolizei leitete zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen ein.



