Frankfurt a.M., Kampala (epd). Der Ebola-Ausbruch in Uganda ist nach Angaben der Regierung beendet. „Uganda ist komplett Ebola-frei“, erklärte Gesundheitsminister Chris Baryomunsi am Dienstag. Der letzte ugandische Staatsbürger wurde laut einer vom Gesundheitsministerium auf der Internetplattform X veröffentlichten Erklärung am 16. Juni entlassen.
Damit sind die mindestens 42 Tage ohne eine Neuinfektion vergangen, nach denen ein Ausbruch als beendet gilt. Insgesamt hatte es in Uganda 20 Fälle gegeben, zwei Erkrankte starben. Die Behörden des ostafrikanischen Landes hatten alle Kontakte akribisch nachverfolgt und konnten so eine weitere Verbreitung verhindern.
Mehr als 1.400 Ebola-Tote im Kongo
Eingereist waren die ersten Patienten aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo. Dort war der Ebola-Ausbruch im Osten des Landes Mitte Mai entdeckt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief kurz danach den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Gegen die für die Epidemie verantwortliche Bundibugyo-Variante des Erregers gibt es bisher weder zugelassene Medikamente noch eine Impfung. Am Montag begannen aber erste klinische Tests für eine Impfung.
Bisher wurden im Kongo 3.262 Fälle erfasst, 1.437 Menschen starben. Konflikte, Gewalt und ein unterfinanziertes Gesundheitswesen erschweren die Eindämmung.



