Sonnenfinsternis: Experten empfehlen spezielle Schutzbrillen

Sonnenfinsternis: Experten empfehlen spezielle Schutzbrillen
Am 12. August kommt es am Abend zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Menschen, die dieses Naturphänomen beobachten wollen, empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz, den Schutz ihrer Augen ernst zu nehmen.

Salzgitter (epd). Anlässlich der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August mahnen Experten zum Schutz der Augen beim Beobachten des Naturphänomens. Obwohl die Sonnenfinsternis zur Dämmerung zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr stattfinde und zu einem Teil durch den Mond bedeckt werde, sei das Risiko groß, die Netzhaut irreparabel zu schädigen, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz am Dienstag in Salzgitter mit.

Um die Sonnenfinsternis sicher zu beobachten, empfehlen die Fachleute sogenannte Sonnenfinsternis-Brillen. Diese Schutzbrillen ließen höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts durch. Wichtig sei es, dass die Folien keine Beschädigungen wie Kratzer aufwiesen. Die gültige Norm für die Brillen, die aus der Europäischen Union stammen sollten, lautet: DIN EN ISO 12312-2.

Tipps aus dem Internet oft gefährlich

Wer die Sonnenfinsternis durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras beobachten will, benötigt der Behörde zufolge ebenfalls einen geeigneten Filter. Entsprechende Aufsätze gebe es im Fachhandel.

Vor Tipps, die im Internet kursieren, warnt das Bundesamt. Normale Sonnenbrillen, Gletscher- oder Schweißerbrillen sowie CDs, Röntgenbilder oder mit Kerzenruß geschwärzte Brillengläser stellten keinen Schutz dar, betonen die Strahlenexperten.

Indirekte Beobachtung mit der Camera obscura

Eine weitere sichere Möglichkeit sei es, die Sonnenfinsternis durch eine selbst gebastelte Lochkamera zu beobachten, auch Camera obscura genannt. Besonders für Kinder ist diese indirekte Betrachtung der Sonne nach Ansicht des Amtes für Strahlenschutz die sicherste Methode. Eine Bastelanleitung gibt es auf der Homepage der Bundesbehörde.