Berliner CSD beginnt mit Demokratieabend und Drag-Parade

Berliner CSD beginnt mit Demokratieabend und Drag-Parade
Das größte Programm der Vereinsgeschichte und zum ersten Mal eine zweitägige Feier: Der Berliner CSD wartet in diesem Jahr mit neuen Veranstaltungen auf, wie dem Demokratieabend.

Berlin (epd). Der Berliner Christopher Street Day (CSD) ist in diesem Jahr erstmals zweitägig angelegt: Er beginnt am Freitag und mündet als Höhepunkt in der Parade am Samstag. Der rote Faden des 48. Berliner CSD seien die Demokratie und die anstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus im September, erklärte der Berliner CSD-Verein im Voraus. Das Motto sei deshalb „Haltung ist hot“.

Neu im Programm ist der Auftakt am Freitag. Erstmals soll dabei auch ein „Drag-March“ stattfinden. Drags sind Männer, gekleidet als Drag-Queens, und Frauen als Drag-Kings, die das jeweils andere Geschlecht künstlerisch darstellen und parodieren. Danach werde zu einem Demokratieabend am Brandenburger Tor eingeladen. Geplant sei dort eine Mischung aus Politik, Kultur und musikalischen Auftritten.

Größtes Programm der Vereinsgeschichte

Am Samstag findet dann die Parade statt. Sie werde erneut eine der größten Demonstrationen für Vielfalt und Menschenrechte in Europa sein, hieß es. Auf acht Bühnen will der Verein im Anschluss am Brandenburger Tor das bislang größte Programm der Vereinsgeschichte präsentieren.

Auch die evangelische Kirche beteiligt sich den Angaben nach in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Wagen an der Parade. Am Freitag findet zudem ein multireligiöser Gottesdienst in der Marienkirche am Alexanderplatz statt, an dem auch Landesbischof Christian Stäblein teilnehmen will. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es vor der Kirche die Möglichkeit, einen Glitzersegen mit Schminke und einen christlichen Segensspruch zu erhalten.

Der Christopher Street Day erinnert an einen Aufstand der Homosexuellen-Community 1969 in New York.