Bischöfin zur Leihmutterschaft: Leben darf nicht zu kaufen sein

Bischöfin zur Leihmutterschaft: Leben darf nicht zu kaufen sein
Die badische Landesbischöfin Heike Springhart hat Leihmutterschaften kritisiert. Kein Leben dürfe verkauft oder gekauft werden.

Karlsruhe, Lima (epd). In der Debatte um Leihmutterschaft hat sich die badische evangelische Landesbischöfin Heike Springhart geäußert. Sie halte es für ganz wichtig, „dass kein Leben verkauft und zu kaufen ist“, schrieb Springhart auf Instagram zur Debatte um den CDU-Politiker Jens Spahn (CDU) und seinen Mann, die mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden waren. Es sei untragbar, „dass der Blick auf die Menschenwürde verloren geht, wenn der eigene Geldbeutel es eben möglich macht“, sagte in einem Instagram-Beitrag am Freitagabend (Ortszeit) im peruanischen Lima.

„Gerade hier in Peru stehen mir die Frauen vor Augen, die ihren Körper verkaufen müssen, um die Träume von Europäern zu erfüllen“, ergänzte Springhart, die das lateinamerikanische Land im Rahmen einer ökumenischen Reise mit dem Freiburger Erzbischof Stephan Burger besucht. Sie sei entsetzt über die Debatte in Deutschland. „Wir brauchen Politiker, die glaubwürdig sind.“

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Spahn und sein Mann Daniel Funke mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Die CDU lehnt eine Legalisierung ab und bekräftigte das auf ihrem jüngsten Parteitag. Spahn zog inzwischen Konsequenzen aus der zunehmenden Kritik in seiner Partei an seinem Umgang mit dem Thema und trat von seinem Amt als Fraktionsvorsitzender im Bundestag zurück.