Das Planetarium Jena öffnet nach sechs Monaten Umbauzeit

Das Planetarium Jena öffnet nach sechs Monaten Umbauzeit
Das Zeiss-Planetarium Jena öffnet am Samstag nach sechsmonatigem Umbau mit neuer Kuppel, Laserprojektion und einem neuartigen Soundsystem. Die Modernisierung beruht auf einer Neuentwicklung der Carl Zeiss AG.

Jena (epd). Nach einem nur sechsmonatigen Umbau und rund eineinhalb Jahren Planung ist das Planetarium in Jena umfassender modernisiert worden als jemals zuvor in seiner fast 100-jährigen Geschichte. Dabei sei die Kuppel im Inneren bis auf die Außenhülle vollständig entkernt und mit einer neuen, fugenlosen Projektionsfläche aus Aluminium ausgestattet worden, sagte der technische Leiter Stefan Harnisch am Dienstag in Jena. Unter anderem soll dadurch ein deutlich intensiveres Bilderlebnis entstehen.

Auch die Tontechnik ist laut Harnisch grundlegend erneuert worden. Hinter der Projektionsfläche wurden nach Angaben des technischen Leiters mehr als 1.000 Lautsprecher installiert. Das System ermögliche eine sitzgenaue Klangsteuerung, sodass jeder Gast den Eindruck habe, sich im Zentrum des Stereoklangs zu befinden. Zudem könnten künftig unterschiedliche Sprachfassungen innerhalb einer gemeinsamen Vorführung gleichzeitig angeboten werden.

Neuentwicklung der Carl Zeiss AG

Der neu verbaute Projektor ist den Angaben zufolge eine Neuentwicklung der Carl Zeiss AG. Das lasergesteuerte System setze Maßstäbe in Hinblick auf Kontrast, Schärfe und Lichtstärke, sagte Harnisch. Der Umbau habe 7,5 Millionen Euro gekostet.

Das Zeiss-Planetarium Jena wurde am 18. Juli 1926 eröffnet und gilt als das weltweit älteste noch betriebene Großraum-Projektionsplanetarium. Es entstand nach einem Konzept von Walther Bauersfeld (1879-1959) bei den Zeiss-Werken und zählt zu den bedeutendsten technischen Denkmälern Deutschlands. 2025 besuchten mehr als 170.000 Menschen das Planetarium.