Synodenpräses Heinrich sieht sich nicht in der Politik

Synodenpräses Heinrich sieht sich nicht in der Politik
"Ich habe keinen Drang nach Karriere, ich möchte etwas bewegen", sagt die EKD-Synodenpräses Heinrich in einem Interview und gibt auch Einblicke in ihr Privatleben.

München (epd). Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, sieht ihre Zukunft nach eigenen Worten nicht in der Politik. „Ich glaube, ich passe nicht so gut in Strukturen, in denen es häufig darum geht, eine einmal gefundene Lösung durchzusetzen - nicht die beste, die sich vielleicht noch auf dem Weg auftut“, sagte die 30-Jährige dem Magazin „Bunte“ (Donnerstag).

Sie trete gerne für die Belange anderer ein, sagte Heinrich. „Ich habe keinen Drang nach Karriere, ich möchte etwas bewegen“, fügte sie hinzu.

Amtszeit endet im nächsten Jahr

Die damalige Studentin Heinrich war 2021 in das Ehrenamt an die Spitze des evangelischen Kirchenparlaments gewählt worden. Ihre Amtszeit endet im nächsten Frühjahr.

In dem Interview gab sie auch Einblicke in ihr Privatleben. Sie ist mit dem Wirtschaftsprüfer Kevin Sachse verheiratet, der ebenfalls der EKD-Synode angehört. Mit ihm lebt sie in einer Fünfer-Wohngemeinschaft (WG) in Regensburg. „Wir würden sicher auch nicht ausziehen, wenn wir ein Kind bekommen würden“, sagte Heinrich.

In der WG habe jeder seine Aufgaben: „Unsere Freunde sagen immer, wir seien die bürgerlichste WG, die es gibt.“ Aus ihrer Partnerschaft berichtete Heinrich über eine Rollentrennung: „Mein Mann kümmert sich um unsere Finanzen, ich erledige alles Handwerkliche. Ich gehe wahnsinnig gern in den Baumarkt.“