Berlin (epd). Fünf Millionen Euro jährlich für Yad Vashem: Die Bundesregierung hat eine Verfünffachung ihrer bisherigen Unterstützungsleistungen für die israelische Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem zugesagt. Wie das Auswärtige Amt am Dienstag mitteilte, unterzeichnete Außenminister Johann Wadephul (CDU) während einer Israel-Reise gemeinsam mit seinem israelischen Kollegen Gideon Sa'ar eine entsprechende Einigung. Demnach soll die seit 2012 bestehende deutsche Unterstützung des Gedenkorts bis 2030 von einer auf insgesamt fünf Millionen Euro pro Jahr erhöht werden.
Mit den zusätzlichen Finanzmitteln solle die Digitalisierung der Bestände von Yad Vashem vorangetrieben werden, erklärte das Auswärtige Amt. Zudem seien weitere Bildungsprogramme in Europa und darüber hinaus geplant, die „insbesondere für jüngere Zielgruppen“ über den Holocaust aufklären werden. Die Gedenkarbeit von Yad Vashem sei angesichts der schwindenden Zahl von Zeitzeugen „von unschätzbarem Wert“.
Holocaust-Gedenken bleibt „Aufgabe und Verpflichtung“ Deutschlands
Mit Zeitzeugenberichten, Bildungsprogrammen und moderner Technologie trage das Dokumentationszentrum entscheidend dazu bei, dass das Gedenken an den Holocaust erhalten bleibe, begründete Wadephul die Entscheidung für die erhöhte Unterstützung. Für Deutschland bleibe es „Aufgabe und Verpflichtung“, der „grassierenden Relativierung und sogar Leugnung des Holocaust entschieden entgegenzutreten“, so der Bundesaußenminister. Yad Vashem wurde 1953 vom israelischen Parlament zur Dokumentation des Holocausts in Jerusalem gegründet.




