Bonn (epd). Trotz sinkender Mitgliederzahlen haben die 27 katholischen Bistümer in Deutschland im vergangenen Jahr mehr Kirchensteuern eingenommen als 2024. Mit rund 6,8 Milliarden Euro stiegen die Steuereinnahmen um gut 1,9 Prozent, wie aus einer am Dienstag online veröffentlichten Statistik der katholischen Deutschen Bischofskonferenz hervorgeht. Im Jahr 2024 hatte die katholische Kirche etwa 6,6 Milliarden Euro eingenommen.
Zum Stichtag 31. Dezember gehörten der katholischen Kirche rund 19,2 Millionen Katholikinnen und Katholiken an, das waren gut eine halbe Million weniger Mitglieder als 2024.
Inflation beeinträchtigt Kaufkraft
Die Kirchensteuer ist an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt und beträgt acht bis neun Prozent der Einkommensteuer bei Kirchenmitgliedern. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte ihre Statistik bereits im Mai veröffentlicht. Die Einnahmen der 20 evangelischen Landeskirchen aus der Kirchensteuer beliefen sich demnach auf rund 6,1 Milliarden.
Die Inflationsrate für das vergangene Jahr betrug im Durchschnitt laut dem Statistischen Bundesamt 2,2 Prozent. Daher verringerte sich die Kaufkraft der Kirchensteuereinnahmen trotz der Steigerung. Die Deutsche Bischofskonferenz gibt einen inflationsbereinigten Wert in Höhe von 4,2 Milliarden Euro ihrer Kirchensteuereinnahmen an.
Langfristig wird erwartet, dass die Einnahmen aus der Kirchensteuer sinken, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer in der Rente sind und die Mitgliederzahlen weiter sinken.




