Wiesbaden (epd). Die Lebenserwartung in Deutschland ist nach Zahlen des Statistischen Bundesamts erneut auf einen Höchstwert gestiegen. Ein Mädchen, das im vergangenen Jahr geboren wurde, werde im Schnitt 83,6 Jahre alt, ein Junge 79,1 Jahre, teilte das Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Frauen hätten somit im Vergleich zum Vorjahr zwei und Männer drei Monate durchschnittliche Lebenserwartung hinzugewonnen.
Auch für ältere Menschen verlängerte sich den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr die verbleibende Lebenserwartung. Eine 65-jährige Frau lebe demnach im Schnitt noch 21,2 Jahre (plus ungefähr ein Monat), ein 65-jähriger Mann noch 18,2 Jahre (plus etwa zwei Monate). Ältere Männer hätten somit die Lebenserwartungsrückgänge während der Corona-Pandemie wieder ausgeglichen, hieß es. Für Frauen lag die restliche Lebenserwartung vor Corona noch um einen Monat höher.
Baden-Württembergerinnen werden am ältesten
Am längsten leben dem Bundesamt zufolge Menschen in Baden Württemberg, wo Frauen im Schnitt 84,4 und Männer 80,3 Jahre alt werden. Die geringste Lebenserwartung bei Frauen haben die Saarländerinnen mit durchschnittlich 82,0 Jahren sowie Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,4 Jahren. Die höchste Differenz zwischen den Geschlechtern verzeichnete das Bundesamt mit mehr als sechs Jahren in Mecklenburg-Vorpommern, die geringste mit jeweils knapp mehr als vier Jahren in Baden-Württemberg und im Saarland.




